Typisch Mann - typisch Frau

Geschlecht und professionelle Rolle in der sozialen Arbeit

Eine Besonderheit des Seminars ist die gemeinsame Moderation durch eine Frau und einen Mann. Unterschiedliche Wahrnehmungen und Kommunikationsstile können dadurch unmittelbar aufgegriffen, gegenübergestellt und mit den Erfahrungen der Teilnehmenden reflektiert werden.

Inhalte

  • eigene Vorstellungen und Zuschreibungen zu Männern und Frauen reflektieren
  • Geschlecht, Sozialisation, Persönlichkeit und berufliche Rolle unterscheiden
  • Wirkung männlicher und weiblicher Fachkräfte auf Klienten betrachten
  • Kommunikation und Konfliktverhalten aus unterschiedlichen Perspektiven erleben
  • Nähe, Distanz, Grenzen und Autorität reflektieren
  • geschlechtsspezifische Rollenerwartungen im Team erkennen
  • Chancen und mögliche Stolpersteine gemischtgeschlechtlicher Zusammenarbeit diskutieren
  • unterschiedliche professionelle Stärken als Ergänzung nutzen

Ziele

Ziel ist es, Unterschiede wahrzunehmen, Zuschreibungen kritisch zu hinterfragen und Vielfalt als Ressource professioneller Sozialer Arbeit zu nutzen.

Das Tagesseminar lädt dazu ein, die Frage praxisnah und ohne vorschnelle Zuschreibungen zu untersuchen.

Im Mittelpunkt stehen nicht vermeintlich „typisch männliche“ oder „typisch weibliche“ Eigenschaften, sondern die Frage, wann Geschlecht im professionellen Handeln tatsächlich eine Rolle spielt – und wann Persönlichkeit, Sozialisation, Erfahrung oder die jeweilige Situation bedeutsamer sind.

Anhand konkreter Situationen aus dem Arbeitsalltag setzen sich die Teilnehmenden mit Kommunikation, Konflikten, Nähe und Distanz, Grenzsetzung, Rollenbildern und der Zusammenarbeit in gemischtgeschlechtlichen Teams auseinander.

Übungen, Perspektivwechsel, Fallarbeit und gemeinsame Reflexion machen sichtbar, wie schnell Verhalten geschlechtsspezifisch interpretiert wird und welche Chancen unterschiedliche Sichtweisen für die professionelle Arbeit bieten können.



Die Teilnehmenden …

  • reflektieren die eigene Körpersprache und deren Wirkung auf Schülerinnen, Teilnehmende und Kolleginnen.
  • lernen, nonverbale Signale anderer bewusster wahrzunehmen und angemessen einzuordnen.
  • erkennen, wie Körpersprache Beziehung, Vertrauen, Sicherheit und Abgrenzung beeinflusst.
  • entwickeln mehr Sicherheit darin, Körpersprache in angespannten oder herausfordernden Situationen gezielt einzusetzen.
  • unterscheiden zwischen Beobachtung und Interpretation, um vorschnelle Zuschreibungen zu vermeiden.
  • erproben Möglichkeiten, durch Haltung, Blickkontakt, Gestik, Mimik, Stimme und räumliche Positionierungprofessionell zu kommunizieren.
  • übertragen die Erkenntnisse auf typische Situationen aus ihrem Arbeitsalltag


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fortbildungswerkstatt

Stephan Hagemann

Helgolandstraße 56a

38108 Braunschweig